JonDonym und Strafverfolgung

JonDonym macht die Aufdeckung einzelner Anwender nicht unmöglich, da es eine 100%ige Sicherheit nicht geben kann. Eine solche Aufdeckung ist jedoch um Größenordnungen schwerer als bei sämtlichen VPN-Diensten oder Proxies, da sie die Zusammenarbeit mehrerer Staaten erfordert.

JonDonym soll Strafverfolgung im Internet nicht verhindern. Einzelne Nutzer-Verbindungen können gezielt deanonymisiert werden, wenn alle Betreiber einer Mix-Kaskade eine in ihrem jeweiligen Land gültige behördliche Anweisung dazu erhalten (in Deutschland per Gerichts­beschluss nach §100a und §100b StPO). Eine rück­wirkende Auf­deckung der Zugriffe ist aus technischen Gründen nicht machbar.

Der Gefahr einer illegitimen Strafverfolgung durch nicht-demokratische Staaten oder willkürliche Amtsträger setzt JonDonym jedoch durch die Unabhängigkeit der Mix-Betreiber eine hohe Hürde. Die Aufdeckung von Nutzer­verbindungen erfordert grund­sätzlich die Zusammen­arbeit aller Betreiber einer Mix-Kaskade. Jedem Mix Betreiber einer Kaskade ist eine entsprechende behördliche Anweisung in seinem Land zuzustellen.

Für Premium-Kaskaden wurde diese Anforderung bisher noch nie erfüllt.

Überwachungsberichte

Jedes Jahr veröffentlichen wir einen kurzen Bericht über durchgeführte Überwachungen, die uns von den Mix-Betreibern mitgeteilt wurden.

Wenn einzelne Mix-Betreiber die JonDos GmbH über eine gerichtliche Überwachungsanordnung in Kenntnis setzen, dann bedeutet es nicht, dass JonDonym als ganzes überwacht wurde oder dass die JonDos GmbH an den Maßnahmen beteiligt war. Lediglich einzelne Betreiber mussten den Anordnungen folgen leisten.